Follow my blog with Bloglovin KochzereMoni: April 2015

Dienstag, 28. April 2015

Für Dich soll's rosa Rosen regnen! Mandelgebäck mit Rosenwasser zum Muttertag

 
Muttertag! Ein wunderbarer Tag im Leben einer Mutter. Richtig? Der Muttertag wird ja von vielen Menschen kritisiert. Soll man der Mutter doch viel öfter im Jahr danken und nicht nur an einem einzigen Tag. Schließlich sind die Mamas ja auch nicht nur an einem Tag des Jahres für uns da, sondern an jedem. Gestern war einer dieser Tage. Meine Mutter und ich gingen zusammen shoppen. Ich habe das immer gerne gemacht. Ja. Leider wurden bei mir die Erbanlagen ungleichmäßig verteilt. Danke auch an da oben, dass ich die Ichschauwassüssesanundhabesaufdenhüften-Gene bekommen habe. Hätte ich die Wahl gehabt, hätte ich mich für die Schneewittchengene entschieden, nur mit Äpfeln.
 
 
Wir strömten gut gelaunt in das erste Geschäft. Nach 6 Minuten: Ramönchen mit 3 Hosen, 2 Blusen, einem T-Shirt, einem Strickpulli in Lachsfarben und einem wunderhübschen Schal über dem Handgelenk stürmt die 1x1 Meter große Kabine. Hektisches Umziehen. Die erste Hose zu klein, die erste Bluse schlägt Falten, T-Shirt steht mir nicht, zweite Jeans könnte passen, aber nein, ich bekomme nicht mal den ersten Oberschenkel hinein. Mir wird warm. Die zweite Bluse, hach komisch, die passt nicht. Und der lachsfarbene Strickpulli... Pech! Der hat einen riesengroßen Faden gezogen. Hätte eh nicht gepasst. Aber der Schal, der passt! Kooomisch, Schals passen mir immer!
 
 
Aus der Kabine nebenan: Ramona, bist du fertig? Ich, äh, ja Mama, warte mal, ich befreie mich gerade noch aus der Jeans, (die mit dem Oberschenkel), äh, bin gleich fertig. Ja gut, ich gehe schon mal zur Kasse. Ja Mutter, geh' schon mal zur Kasse! Als ich mich befreit hatte, stand ich deprimiert in der Nähe der Kasse. Meine Mutter glücklich mit zwei Hosen. Es hätten auch noch zwei andere gepasst. Die waren nur nicht SCHÖN! Als ob die Definition "SCHÖN!" bei meinem Hosenkauf überhaupt in Frage käme. Ich bin froh, wenn was PASST! Ich schenke meiner Mum trotzdem etwas zum Muttertag. Schließlich ist es ja auch wunderbar, eine gut angezogene Mutter an seiner Seite zu haben. Sie hat dann mit mir noch ein Eis gegessen. Dann war alles wieder gut! ;o)
 
 
 
Und damit meine Mum auch einmal etwas auf die Hüften bekommt, habe ich ihr die leckeren Mandelnocken bereits vorab zum Muttertag geschenkt. Just stellte sie die Nocken in die Küche und wollte sie später vernaschen. Doch nach 20 Minuten waren sie plötzlich weg.
Happy Fathers Day!!!
 
 
 Mandelgebäck mit Rosenwasser
 
30 Stück
 
Zutaten:
200 g Butter
40 g Puderzucker
1 Prisen Meersalz
1 Eigelb, Gr. M
1 TL Amaretto
100 g Mandeln, gemahlen
200 g Weizenmehl
50 g Zucker
1 Msp. rosa Lebensmittelfarbe
 
50 ml Rosenwasser (Apotheke)
50 g Zucker
30 g Puderzucker
 
Zubereitung:
Mit dem Handrührgerät Butter, Puderzucker, Salz, Eigelb und Amaretto schaumig rühren. Die Mandeln und das gesiebte Mehl zugeben und kurz unterrühren.

Den Teig halbieren und zwei ca. 35 cm lange Rollen auf einer bemehlten Arbeitsfläche formen, in Klarsichtfolie wickeln und im Kühlschrank mindestens 2 Stunden ruhen lassen.

Rollen etwas schräg in ca. 2 cm breite Stücke schneiden. Im Abstand von 3 cm auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Im vorgeheizten Backofen bei 125 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft 100 Grad) ca. 25-30 Minuten backen. Das Gebäck soll die helle Farbe behalten.

Rosenwasser in ein Schüsselchen gießen. Zucker und Puderzucker auf einem Teller mischen. Das fertige Gebäck kurz in Rosenwasser tauchen, dann in der Zuckermischung wälzen.

Eigentlich sind diese kleinen Leckerchen 4 Wochen in einer gut verschlossenen Dose haltbar. Aber leider wurden sie bei uns nicht so alt.


Was schenkt ihr denn euren Mamas so?

Eure MONI


Dienstag, 21. April 2015

Rhabarber Joghurt Donuts mit einer Erdbeerglasur. Wolke 7.

 
Klingelingeling! Herzstillstand. Das. Ist. Der. Postmann. Ich flitze so schnell ich kann zur Tür, verliere einen Hausschuh, öffne. Im Hof steht ein Postwagen. "Ich musste mal näher ran fahren, wegen der vielen Pakete." Aber er sieht dennoch sehr freundlich aus. Das muss ich unserem Postmann ja lassen. Er ist immer nett, egal wie viel ich bestelle, ob Klamotten, Küchenutensilien die momentan sehr hoch im Kurs stehen oder Riesentrampoline. Der Postmann ist freundlich. Aber bei all diesen riesen Paketen interessiert mich nur ein einziges. Es müsste flacher sein? Wo ist das denn? Postmann, hast du noch ein Kleineres? Nö! Enttäuschung macht sich breit. Eins von Connox.de! Ich stecke schon bis Anschlag im Postwagen. Äh, warten Sie doch mal. Kommen Sie mal aus dem Wagen raus! Hier ist es doch! War dazwischen gerutscht. Puh, na das ging ja nochmal gut!
 
Soll ich euch mal verraten, was in dem Paket war? Trommelwirbeeeel! Die Kitchen Aid Donutbackform. Die ist der absolute Knaller. Ich habe mich riesig darauf gefreut, weil ich unbedingt zum ersten Mal in meinem Bloggerleben Donuts backen wollte.
 
 
 
Rhabarber Joghurt Donuts mit Erdbeerglasur
 
12 Stück
 
Zutaten für die Donuts:
1 kleine Orange
25 g Butter + Butter zum Einfetten
200 g Mehl
2 TL Backpulver
125 g brauner Zucker
0,5 TL Zimt
2 Eier, Gr. M
160 g Naturjoghurt
1 mittelgroße Stange Rhabarber
 
Zutaten für die Glasur:
150 g Erdbeeren
200 g Puderzucker
 
Zubereitung:
Die Erdbeeren waschen, putzen, vierteln und in einem kleinen Topf zum köcheln bringen. Anschließend ganz fein pürieren und abkühlen lassen.
 
Die Butter in einem Topf einmal aufkochen und dann abkühlen lassen. Zwei Donutbleche
für je 6 Donuts (z.B. von Kitchen Aid) mit der restlichen Butter einfetten und
in den Kühlschrank stellen.
 
Den Backofen nun auf 195 °C vorheizen.
 
Den Rhabarber nicht schälen, nur waschen, abtrocknen und in minikleine Stücke schneiden.
Die Orange halbieren und auspressen, den Saft auffangen.
 
Zucker, Zimt, Mehl, Backpulver, Salz, Zitronensaft, die abgekühlte Butter, Joghurt und
die Eier zu einem glatten Teig verrühren.

Die Rhabarberstückchen vorsichtig unterheben und nun die Förmchen zu 2/3 mit dem Teig
befüllen. TIPP: Ich habe das mit einem Spritzbeutel mit großem Lochtülle gemacht,
damit ließ sich der Teig ganz gleichmäßig einfüllen.
 
Die Donuts etwa 10 Minuten backen, bis sie beginnen leicht Farbe anzunehmen.
Anschließend etwa 15 Minuten in der Form auskühlen lassen.
 
In der Zwischenzeit kann die Glasur zubereitet werden. Hierfür den Puderzucker in ein Schüsselchen sieben und nach und nach esslöffelweise von dem Erdbeerpüree unterrühren,
bis eine zähflüssige Glasur entsteht.
 

 
Ich bin wirklich begeistert von diesen beiden Formen. Sie ließen sich nach dem Backen ganz leicht mit Spüliwasser reinigen. Die Donuts haben genau die richtige Größe und außerdem lassen sie sich ganz prima in einer Schublade verstauen.
 
Vielen lieben Dank an Connox.de die mir diese klasse Donutformen überlassen haben.*
 
 
 
Ich kann gar nicht genug bekommen. Die Donuts waren so herrlich lecker.
 
 
Ich wünsche euch eine wunderbar sonnige Woche!
 
Eure Moni
 
 
*Dieser Auftrag entstand in Kooperation mit Connox.de

Freitag, 17. April 2015

Für Erbsenzähler und Suppenkasper: Erbsensuppe mit krossem Bacon und Spätzle

 
Heute gibt es deftige Küche. Ein feines Süppchen zur SpätzleParade von Birkel. Da bin ich doch gerne auch dabei. Ich liebe Spätzle nämlich unheimlich. Am liebsten selbstgemacht und nachher noch mit Bergkäse überbacken und leckeren Zwiebeln. Und heute gibt es mein zweites Spätzle-Lieblingsgericht für Euch. Ein ultimativer Geheimtipp... aus Mama's Küche stibitzt und mit kross gebratenem Bacon ein wenig aufgepimpt.
 
 
Also fairerweise muss ich es euch jetzt sagen: Diese Suppe macht Arbeit! Zuerst einmal muss nämlich eine Fleischbrühe gekocht werden. Deswegen unbedingt Zeit einplanen oder bereits am Vortag zubereiten.
 
 
Erbsensuppe mit krossem Bacon und Spätzle
 
6 Personen
 
Zutaten:
500 g Rinderknochen
1 Zwiebel, klein
1 Bund Suppengrün
(Karotte, Petersilie, Sellerie, Lauch)
1 TL Salz
 
200 g Schälerbsen
1 TL Gemüsebrühe, Instant
1 Lorbeerblatt
30 g Speck grob geschnitten
 
250 g Spätzle
1-2 Knoblauchzehen
Pfeffer und Salz, frisch aus der Mühle
 
Zubereitung:
Die Zwiebel vierteln und in den leeren Topf geben. Nun auf mittlere Hitze stellen und die Zwiebel goldbraun anrösten. Das Suppengrün in kleine Würfel schneiden und dazugeben. Kurz mitrösten und mit 1,5 Liter Wasser auffüllen. Das Fleisch kalt abbrausen und in den Topf geben. Nun das Ganze einmal aufkochen, salzen und bei kleiner Hitze 1 1/2 Stunden leicht sieden lassen. Bitte nicht den Deckel auflegen, sonst wird die Suppe trüb und kann sich nicht selbst klären.
 
Nach einer Stunde etwa die Erbsen in einem mittelgroßen Topf mit Gemüsebrühe, dem Lorbeerblatt und dem Speck aufkochen. Bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Vorsicht hier besteht unheimlich Überlaufgefahr, da die Erbsen meistens schäumen. Du solltest lieber in der Nähe bleiben. Die Erbsen weich köcheln. Das dauert mind. 1 Stunde. Gegebenenfalls Gemüsebrühe dazu gießen, damit nichts anbrennt.
 
Nun die Fleischbrühe durch ein feines Sieb gießen und immer ein wenig von der Brühe zu den Erbsen geben und pürieren bis eine feine Suppe entsteht. Nicht zu sämig und nicht zu flüssig, deswegen immer in kleinen Mengen die Brühe hinzufügen. Knoblauch schälen, dazugeben und ebenfalls pürieren. Mit Pfeffer und Salz deftig abschmecken. Die Spätzle hineingeben und 25 Minuten ziehen lassen. Du kannst sie auch in einem separaten Topf kochen, bis sie gar sind und später in die Suppe geben.
 
Nun den Bacon in einer Pfanne kross anbraten und zu der Suppe reichen.
 
Tipp: Sollte von der Fleischbrühe etwas übrig bleiben, dann friert sie doch einfach ein und ihr habt mal schnell etwas gekocht. Noch ein paar Mini-Maultaschen hineingeben und fertig!
 

 
Diese Suppe erinnert mich immer an meine Kindheit. Schon allein der Gedanke an ihren Duft lässt mir das Wasser im Mund zusammen laufen. Wenn ihr Sie ausprobiert habt, sagt mir unbedingt bescheid, wie sie euch geschmeckt hat.
 
Schaut mal, unter dem Link gibt es mein Lieblings-Spätzlegericht und ein Rezept für selbstgemachte Spinat-Spätzle: Klick!
 
Hach, da steigt das Fernweh schon wieder in mir auf. My heißgeliebtes Zillertal! Und da mein Zillertaler Radler-Lager völligst leer steht, habe ich mir kurzerhand einen Bembel with Care organisiert. Der schmeckt dazu einfach richtig frisch! Und jetzt mal ab mit euch zur SpätzleParade!
 
#SpätzleParade Die Initiative für neue Ideen rund um Spätzle. Mehr auf cookin.de/spaetzle´
 
Schönes Wochenende, Eure MONI
(ziemlich spätzle- und schätzleverliebt)

Mittwoch, 8. April 2015

Indianisch angehauchtes Ananas-Schokoladen-Törtchen

 
Hau kola! Das war indianisch für "Hallo Freund!". Bin gerade ein bissl auf dem Indianertrip. Nachdem ich erfahren habe, dass mein indianisches Tierkreiszeichen ein Bieber ist. Hierzu müsst ihr jetzt leider eine kleine Sternzeichendefinition über euch ergehen lassen, zumindest die Maikinder wird es interessieren: "Biebergeborene Menschen gestalten ihr persönliches Heim mit großem Geschick und Kreativität, die Liebe zum Detail inbegriffen. Geduld und eine immense Ausdauer gehören zu den Hauptcharaktereigenschaften des Bieber-Menschen (oh, das stimmt aber so nicht Herr Bieber). Der Biebergeborene ist kein Mensch der schnellen Entscheidungen oder lockeren Bindungen. Er benötigt ein festes Fundament, auf das er aufbauen kann (Rüchtich!). Sein Familienleben, Freundschaften oder auch die Tätigkeit, die er im Job ausübt, erwachsen aus diesem Fundament. Alles, was sich gut anfühlt oder klasse ausschaut oder auch einfach nur gut schmeckt, zieht den Bieber-Menschen an. Man darf ohne zu übertreiben sagen, der Biber ist einer der Genießer unter den Tierkreiszeichen. (Auch rüchtisch!)." 
 
Aber jetzt kommts: Der Herr Alexander ist 'ne Eule. Hihihihi! Hirsch, roter Habicht oder Braunbär hätte ich mir ja gefallen lassen. Da gäbe es ja nichts zu lachen. Aber Eule! Fand er nicht lustig.
 
 
Bei meinen unwichtigen Recherchen über Indianernamen bin ich auf einige richtig hübsche Namen gestoßen. Aiyana - Ewige Blüte, Chumani - Tautropfen, Lomasi - schöne Blume, Tayanita - junger Bieber. Hätte mir jetzt auch besser gefallen als Ramona. Wobei Mona ja "Gesammelt vom Samen eines Jimsun-Krauts" heißt. Yeah! Lasst uns lieber mal zu meinem Törtchen kommen... Es ist ein kleines feines Geburtstagstörtchen mit frischer Ananas und Borkenschokolade geworden. Außen herum tummeln sich getrocknete Ananasblüten, die ich besonders hübsch finde. Fragende Gesichter! Kann man die essen? Ja!!! Die muss man essen, weil sie echt lecker sind! Und jetzt das Rezept:
 
 
Ananas-Schokoladen-Törtchen
 
18 cm Springform
 
Zutaten für den Teig:
200 g Butter, die gute
170 g Zucker
4 Eier, Gr. M
170 g gemahlene Nüsse
(Haselnüsse, Mandeln)
1 TL Zimt
65 g Mehl
3 TL Backpulver

Für die Füllung:
3 Becher Schlagsahne
3 Päckchen Sahnesteif
6 TL Puderzucker
200 g Ananas, frisch
1 Päckchen Borkenschokolade, Zartbitter
 
Zubereitung:
Die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen und auf Zimmertemperatur bringen. Dann mit dem Zucker schaumig rühren und jedes Ei einzeln unterrühren. Dann die Nüsse mit dem Mehl, dem Backpulver und dem Zimt mischen und unter den Teig rühren.
 
Den Teig in eine eingefettete mit Backpapier ausgelegte Springform mit einem Durchmesser von 18 cm geben und backen. Backzeit: ca. 45 Min. bei 175°C. Den Teig aus dem Ofen nehmen und vor dem Stürzen 10 Minuten abkühlen lassen. Anschließend den Teig komplett, am besten über Nacht, auskühlen lassen.
 
Nun die Ananas schälen und 10 dünne Scheiben abhobeln, die als Blüten dienen sollen. Für die Ananasblüten die 10 Scheiben etwa 3 Stunden bei 75°C im Ofen dörren. Jede halbe Stunde einmal umdrehen, damit sie von beiden Seiten trocknen. Den Rest in kleine Stücke schneiden und in einem Sieb gut abtropfen lassen.
 
Den Teig in 3 gleich hohe Böden schneiden. Die Sahne mit dem Sahnesteif und dem Puderzucker richtig steif schlagen, aber trotzdem nicht zu lange, sonst gibt es Butter! Die Sahne teilen und in die eine Hälfte die kleinen Ananasstücke und 1/4 der Borkenschokolade hineingeben und verrühren.
 
Den untersten Boden damit bestreichen und jeweils einen 1 cm breiten Rand lassen. Nun den zweiten Boden auflegen, leicht andrücken und ebenfalls mit der Ananas-Schoko-Sahne bestreichen. Und den dritten Boden auflegen.
 
Nun die Torte mit der restlichen Sahne bestreichen, auch rundherum und mit Borkenschokolade bestreuen. Die getrockneten Ananasblüten jedoch erst vor dem Verzehr anbringen, da sie sonst wieder feucht werden.
 
  
 
Der Teig dieser Torte ist schön saftig und durch den Zimt einfach ein Genuss. Vor allem passt das prima in Kombination mit der Ananas, was ich gar nicht vermutet hätte.
 
Das Rezept stammt übrigens von meinem lieben Tantchen. Danke dafür!!!
 
Ich wünsche Euch eine wunderbare Woche!
 
Eure MONI

Mittwoch, 1. April 2015

Speck + Bärlauch + Apfelmus = Spatzeklöß'


Spatzeklöß' erinnern mich an eine gemütliche warme Küche, mit hübsch dekorierten Sammeltassen, einer uralten Kaffeemühle; handverzierte Porzellanteller stehen ganz oben auf den Schränken; auf dem Herd köchelt in einem kleinen Emailletopf Milch, weil's Enkelkind frühstücken will. Eine ältere Frau mit blümchenverzierter Kittelschürze rollt viele kleine Kartoffelklöße mit den Händen. Und in einem großen Topf blubbert bereits Salzwasser für die Klöße. Geschnittene Speckstreifen liegen auf einem Brettchen. Und da steht schon ein Glas von Opa's selbstgemachtem Apfelbrei. Hach, ich wäre manchmal noch gerne so klein wie damals. Da gab es keine Sorgen. Da war es einfach schön!


 
Habe ich euch schon mal erzählt, dass ich sozusagen Fußvogelsbergsrhönerin bin. Die eine Hälfte von mir stammt vom Fuße des Vogelsbergs und die andere vom Fuße der Rhön, einem kleinen feinen Örtchen aus dem Tal der Liebe. Diese beiden Tatsachen machen sich aber nur dann gemeinsam bemerkbar, wenn ich dieses Gericht hier koche. Dann packe ich meine Vogelsberger Vorliebe für Apfel + Speck mit Rhöner Bärlauch zusammen und der Herr Alexander nimmt dann seine beiden Beine in die Hände und rennt so schnell er kann, weil er ist ja kein Fußvogelsbergrhöner. Aber der Mini-Gourmet ist da ganz Mama's Meinung mit der Apfel + Speck-Sache und liebt dieses Gericht unheimlich. Sein Klößchenrekord lag liegt bei 13 Stück. Wer schafft mehr?
 
 
 
Und jetzt gibt's das Rezept!


Spatzklöß' mit Bärlauch-Speck-Soße
und wer möchte mit Apfelmus

4 Personen

Zutaten:
1 Päckchen Klöße
(für 12 Stück) zum selbst anrühren
1 Prise Salz
2 Liter Wasser
1 Zwiebel
50 g Katenschinken
200 ml Sahne
Pfeffer und Salz, frisch gemahlen
1 Bund Bärlauch

Zubereitung:
Den Kloßteig nach Packungsanweisung vorbereiten und 10 Min. quellen lassen. Etwa 2 Liter Wasser aufstellen, zum Kochen bringen, mit Salz abschmecken und ein wenig von der Temperatur nehmen, so dass es siedet. Nun aus dem Kloßteig kleine längliche Klöße rollen und in das köchelnde Wasser geben. Wenn sie aufsteigen, sind sie gut. Mit einem Schaumlöffel die fertigen Klöße abheben und in einer Schüssel lagern, bis alle Klöße fertig sind.

Nun das Wasser abschütten und die Hälfte davon auffangen. Die Zwiebel in ganz feine Würfelchen schneiden und mit dem Speck in dem Kloßtopf anbraten, bis der Speck Farbe annimmt. Mit Mehl bestäuben und immer wieder rühren. Nun mit Sahne ablöschen und mit dem Kloßwasser auffüllen. Eventuell noch mit etwas glatt gerührter Speisestärke oder mit Mehl andicken.

Den größten Teil des Bärlauchs fein rebeln und etwa 2 EL in die Soße geben, mit Pfeffer und Salz abschmecken, gut umrühren und die Spatzeklöß' dazugeben. Aber jetzt nicht mehr köcheln lassen. Nur noch kurz die Klöße erwärmen und mit Apfelmus servieren.

Den Rest des Bärlauchs kannst du einfrieren und für Suppen oder Salate verwenden. Schmeckt aber auch richtig lecker auf belegtem Tomatenbrot!



Manchmal sind die einfachsten Rezepte mit wenigen Zutaten doch die allerbesten. Und die Veggies unter euch können natürlich den Speck weglassen und einfach eine Zwiebel mehr dazu nehmen.


Ich wünsche euch ein wunderschönes Osterfest mit euren Lieben!

Happy Easter, Eure MONI!